Egal, wie wir aussehen oder woher wir kommen, wir alle kümmern uns um unsere Gesundheit und die unserer Lieben. Deshalb wollen wir, dass unsere Kosmetika sicher und frei von Giftstoffen sind.
Die Europäische Kommission will aber die Regeln lockern und wieder giftige Chemikalien in unseren Kosmetika zulassen. Natürlich sind es die reichen Unternehmen, die dazu drängen, damit sie mehr Geld verdienen können.
Dieser Vorschlag der Kommission würde es Marken erlauben, krebserregende und fortpflanzungsgefährdende Chemikalien (sogenannte CMR-Stoffe) in Produkten wie Lippenstift, Parfüm und Sonnencreme zu verwenden, wenn nachgewiesen werden kann, dass diese Stoffe nicht über die Haut gefährlich sind.
Aber wir wissen, das lächerlich ist: Parfüms werden eingeatmet. Sprays bleiben in der Luft hängen. Lippenstifte und Lippenbalsam werden jeden Tag verschluckt. Kinder stecken alles in den Mund.
Schwangere Frauen benutzen täglich fast zwanzig Kosmetikprodukte. Das Einatmen oder Verschlucken giftiger Chemikalien in Kosmetika zu erlauben, ist keine Vereinfachung. Es ist eine Deregulierung auf Kosten der menschlichen Gesundheit.
Hier kommst du ins Spiel. Je lauter wir unsere Ablehnung dieses Vorschlags zum Ausdruck bringen, desto schwieriger wird es für die Mitglieder des Europäischen Parlaments, ihn stillschweigend zu akzeptieren.
Als Grüne/EFA haben wir es vor 16 Jahren geschafft, diese Chemikalien in Kosmetika zu verbieten. Wir werden nicht zulassen, dass sie wieder zugelassen werden.
Im Europäischen Parlament werden wir, die Grünen/EFA, deine Stimme sein.
Saskia Bricmont 🇧🇪
Mélissa Camara 🇫🇷
Anna Cavazzini 🇩🇪
Bas Eickhout 🇳🇱
Cristina Guarda 🇮🇹
Sara Matthieu 🇧🇪
Tilly Metz 🇱🇺
Rasmus Nordqvist 🇩🇰
Maria Ohisalo 🇫🇮
Kira Marie Peter-Hansen 🇩🇰
Majdouline Sbaï 🇫🇷
Marie Toussaint 🇫🇷
CMR-Stoffe sind Chemikalien, die krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend sind. Die Abkürzung „CMR” bedeutet, dass diese Stoffe Krebs verursachen (karzinogen), das Erbgut schädigen (mutagen) oder die Fortpflanzung und die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen (reproduktionstoxisch) können.